FoodFrau
TeeCafé Schwarzenbach in Zürich

Zum Glück habe ich das Heft Zürich Geht Aus. Vor unserem Zürichtrip heute morgen habe ich in dem Heft rumgeblättert und nach empfehlenswerten Cafés gesucht. Da stiess ich auf das TeeCafé Schwarzenbach. Den Laden Schwarzenbach Kolonialwaren, der sich direkt daneben befindet, kannte ich schon vom Vorbeilaufen. Aber das Café war mir noch nie aufgefallen. Nachdem wir schon zwei negative kulinarische Erlebnisse hinter uns gebracht hatten, war das TeeCafé wie eine Oase. Es ist ein kleines Café mit gemütlichen, samtüberzogenen Bänken und Hockern. Die Karte umfasst eine grosse Auswahl an verschiedenen Tee- und Kaffeesorten sowie heissen Schokolade- und Kaffeegetränken. Auch hausgemachtes Gebäck und Kuchen wird angeboten. Ich habe mich für ein Stück Schokoladenkuchen sowie die Schokolade “Yogi” entschieden. Schokolade “Yogi” ist eine Maracaiboschokolade aus Venezuela aromatisiert mit verschiedenen Gewürzen wie Ingwer, Kardamom und Zimt. Sie war wirklich sehr fein. Die Gewürze waren in genau der richtigen Menge vorhanden und nicht überbordend. Der Schokoladenkuchen hat auch sehr gut geschmeckt. Frisch, sehr saftig und mit einem etwas nussigen Geschmack. Ich werde dem TeeCafé auf jeden Fall einen zweiten Besuch abstatten.

Mousse au Chocolat Torte bei Confiserie Bachmann

Kuchen und Torten findet man in der Schweiz nicht so einfach wie in Deutschland oder Österreich. Die Kaffeehauskultur ist hier nicht sehr ausgeprägt. Sonntags haben auch viele Cafés zu. Zum Glück gehört Confiserie Bachmann in Basel nicht dazu. Heute gingen eine Freundin und ich in meine Lieblingsfiliale, die an der Schifflände, und haben beide ein Stück Mousse au Chocolat Torte genossen. Einfach herrlich! Luftig und schokoladig mit einer Aprikosenglasur, die einen süssen Abschluss verspricht. Unter der Woche gibt’s hin und wieder auf dem Weg zur Arbeit ein Schoggiweggli an der SBB Filiale. Beide Versionen—aus Hefe- oder Blätterteig—sind sehr zu empfehlen. 

Cupcake Affair in Zürich

Um der Basler Fasnacht zu entkommen, hatte ich mir schon lang vorgenommen, unseren freien Montag mit Shoppen in Zürich zu verbringen. Auch ein Food-Highlight durfte nicht fehlen. Endlich wollte ich den hochgelobten Strudel bei Poushe probieren, wurde aber enttäuscht, da die Filiale in der Ämtlerstrasse zu hatte. Leider war dies nicht auf der Webseite vermerkt—montags immer geschlossen. Zum Glück hatte mir meine Schwester zufällig noch einen Link zu Cupcake Affair geschickt mit der Anmerkung, vielleicht wäre das was Leckeres. Da mir die Webseite gefiel, beschloss ich, mich in Richtung Niederdorf zu machen und dort vorbeizuschauen. Es ist wirklich ein herziger Laden, im wahrsten Sinne des Wortes. Herzen sind im Logo und auch in der Dekoration des Laden sowie einiger Cupcakes zu finden. Ich beschloss, einen Marilyn Monroe Cupcake zu probieren—ein Schokoladencupcake mit Himbeeren und Himbeer”topping”, wie’s auf der Webseite heisst, oder “frosting” wie wir auf Englisch sagen. Leider gab’s im Laden keinen Platz zum Hinsetzen und ich habe es mir draussen auf dem Fell vor’m Fenster gemütlich gemacht. So einen Cupcake zu essen dauert eh nicht lang! Mit ein paar Bissen war er schon weg! Hat super geschmeckt, nur hat der Kuchen etwas unter der Kühlung gelitten und war ein bisschen trocken. Aber ich gehe auf jeden Fall nochmal dorthin. Wenn man 9 Cupcakes kauft, gibt’s den 10. gratis. We all love free stuff! Und schöne Postkarten mit Cupcakemotiven gibt’s auch seit gestern. I’ll be back…

Il Caffé und Konditorei Gilgen in Basel

Ein gemütlicher Samstagvormittag in der Stadt ist schon was Feines. Nach dem Coiffeurtermin, der um 9 Uhr dann doch etwas zu früh war, bin ich zuerst zur Konditorei Gilgen geradelt und habe ein Käseküechli und einen Apfelstrudel geholt und bin dann zum Il Caffé, um einen Latte Macchiato zu trinken. Zuerst wollte ich ins Unternehmen Mitte, weil ich dachte ich könne dort unauffällig an meinem Gebäck knabbern, habe mich aber dann doch noch umentschieden, weil ich mal etwas Anderes sehen wollte. Und es war’s wert. Als ich ankam gab’s noch 2 freie Tische. Ich habe es mir mit meinem iPad (das App von Bon Appétit, einem amerikanischen Food Magazin, kann ich nur empfehlen) an einem der Tische gemütlich gemacht und meinen Latte genossen. Irgendwann hat sich ein Familienvater mit seinen 2 kleinen Söhnen zu mir gesellt. Der jüngere hat seinen Finger in mein Glas Wasser getunkt (WTF?!?) und der ältere hat mir neugierig aufs iPad geschaut und mich gefragt, ob es ein Computer sei. Ich war sehr amüsiert-so was hätte ich beim anonymen Starbucks, wo ich Stammkundin bin, nicht erlebt. Als die Familie ging, gesellten sich 2 Mittdreissiger zu mir, die vorher an der Bar gestanden waren. Von ihrem Gespräch auf Englisch konnte ich schliessen, dass sie zum Arbeiten nach Basel gekommen waren. Sie lamentierten, dass jetzt die Steuererklärung anstünde. Als ich nach mehr als einer Stunde Il Caffé verlies, fühlte ich mich ganz leicht dank Koffein, People Watching and Experiencing und lauter interessanter Artikel und Bildern von Bon Appétit. Ich habe dann mein Gebäck auf der Treppe vor dem Historischen Museum Basel genossen und bin dann zum Bider und Tanner zum Bücher stöbern weitergelaufen. Dort wurde ich vergewissert, dass ich mir unbedingt das Kochbuch Eleven Madison Park kaufen sollte und das Restaurant bei meinem anstehenden NYC Besuch unbedingt ausprobieren sollte. 

Mocha mit Schlagrahm

Den Sonntagmorgen mit einem Mocha einzuläuten, kann ich nur empfehlen. Er gibt Energie und ist gut für die Seele. 

1 Tasse Milch

1 gehäufter Esslöffel Zucker

25 g dunkle Kuvertüre, klein gehackt (ich benutze Vivanis Bio-Kuvertüre)

Etwas Zimt

1 Espresso

Schlagrahm

Die Milch mit dem Zucker vermischen und erhitzen. Dann Schokolade und Zimt hinzufügen und mit einem Schneebesen vermengen bis die Schokolade ganz geschmolzen ist. In ein Glas giessen, heissen Espresso hinzugiessen und mit frischem mit Zucker und Vanilleextrakt geschlagenem Rahm betupfen oder, wie ich es am liebsten mache, überhäufen.

Kaiserschmarren mit Zwetschgenkompott

Zugegebenermassen ist das Foto nicht gelungen (war zu faul, meinen Fotoapparat zu holen-da musste das iPhone herhalten) und auch der Kaiserschmarren sollte anders aussehen (grössere Stücke…), aber es geht ja schliesslich um die inneren Werte und die sind hervorragend. Das Rezept für den Kaiserschmarren habe ich aus Die gute Küche: Das Österreichische Jahrhundert Kochbuch von Ewald Plachutta und Christoph Wagner, das ich mal bei einem Wienbesuch erstanden hatte. Für das Zwetschenkompott habe ich ein Rezept aus dem Kochen Magazin, das ich online gefunden hatte, genommen. Beide Rezepte sind sehr einfach und schmecken ausgezeichnet. Perfekt für ein Abendessen bei Minustemperaturen.

Kaiserschmarren (6 Portionen)

8 Eiklar

8 Eidotter

5 EL Kristallzucker

240 g Mehl, glatt

1/2 l Milch

60 g Rosinen

1 EL Vanillezucker

1 EL Rum

Prise Salz

100 g Butter zum Backen

Zucker zum Bestreuen

Rosinen im Rum einige Stunden marinieren. Milch, Eidotter, Vanillezucker und Mehl glattrühren. Eiklar, Kristallzucker und Salz zu festem Schnee schlagen, unter den Teig mengen. Butter in flacher Pfanne erhitzen, Masse einlaufen lassen, mit Rosinen bestreuen, anbacken, wenden und im vorgeheizten Ofen (200 °C) fertigbacken (8-10 min). Mit zwei Gabeln in kleine Stücke reissen, mit etwas Kristallzucker bestreuen und nochmals bräunen. Anrichten, mit Staubzucker bestreuen. 

Ich war zu faul, den Ofen anzuschmeissen und habe den Kaiserschmarren ganz auf dem Herd gemacht. Geht auch!

Zwetschgenkompott (6 Portionen)

1 Orange, gross

2 dl Rotwein

60 g Zucker

0.5 Zimtstängel

500 g Zwetschgen (evtl. 400 g tiefgekühlte Früchte)

Den Saft der Orange auspressen. Mit dem Rotwein, dem Zucker und der Zimtstange in eine mittlere Pfanne geben, aufkochen und 5 Minuten leicht kochen lassen. Inzwischen die Zwetschgen halbieren und entsteinen. Tiefgekühlte Früchte können noch gefroren verwendet werden. Die Zwetschgen in den Sud geben und knapp weich kochen. Mit einer Schaumkelle herausheben und in einer Schüssel anrichten. Den Sud zur Hälfte einkochen lassen, dann über die Zwetschgen giessen. Auskühlen lassen. 

Ich hab tiefgekühlte Früchte verwendet und die waren super. 

Sprüngli für zwischendurch

Damit der Sport sich gelohnt hat, gab’s danach ein Schwarzwälder Kirschtörtchen von Sprüngli. Macht nichts, dass der Bahnhof, in dem sich der nächste Sprüngli befindet, gar nicht auf dem Weg vom Pilatesstudio zurück zur Arbeit liegt. Man kann ja nicht gleich mit erhitztem Kopf zurück zur Arbeit gehen! Das Törtchen war lecker, aber Sprüngli hat andere, bessere Kreationen auf Lager. 7 von 10 Punkten.

Käseschnitte

Mit Käse und Rahm kann man praktisch alles lecker machen. Das gilt auch für Brot, das nicht mehr frisch ist. Einfach bebuttern (je mehr Fett, desto leckerer wird’s!), Gruyère oder einen anderen Käse drauf, Rahm drüber, salzen, pfeffern und rein in den Ofen-Grillfunktion bei höchster Temperatur (aufpassen, es geht ganz schnell!).  

Kirschstängeli

Früher fand ich Schokolade mit Alkohol gar nicht lecker. Warte, stimmt nicht ganz. Ich erinnere mich, dass es bei meinen deutschen Grosseltern oft Rumpflaumen gab, die ich überraschenderweise gut fand. Aber sonst fand ich die Kombination Schokolade und Alkohol nicht besonders gut. Lag vielleicht teilweise daran, dass ich Supermarktware ausgesetzt war. Jetzt ist es aber ausgerechnet Supermarktware, die zu einer kleinen Sucht geworden ist. Und zwar fahre ich momentan voll auf die Kirschstängeli aus Coops Biolinie, naturaplan, ab. Die sind so gut! So schön knusprig und schokoladig, wenn man reinbeisst, gefolgt von einer fliessenden, frischen Kirschfüllung. Diese kann ich wärmstens empfehlen. Aber auch andere Produkte aus der Coop naturaplan-Linie sind köstlich, wie z.B. die dunkle Tafelschokolade mit gesalzenen Pistazien. Mmhmm! Noch dazu, finde ich die Verpackung ansprechend, was bei mir und sicher bei den meisten anderen, oft der Auslöser ist, überhaupt zu einem neuen Produkt zu greifen.